Emotionen entstehen, aber wie?

Was in der Psyche vor sich geht

Wer oder was macht, dass ich glücklich bin?

Klar, als erstes fällt den meisten ein: Geld, dicke Karre, Attraktivität, Beliebtheit, große Wohnung oder besser gleich ein Haus und so weiter.

Manche haben das alles und noch viel mehr und sind doch nicht glücklich.

Und manche haben das alles nicht und sind glücklich. Merkwürdig.

Mir fallen meine dementen Patienten ein. Stünde ich mit dem Geldkoffer, einem fetten Schlitten und den California Dreamboys (bei Frauen) oder den Spice Girls (bei Männern) vor ihnen, würde ich Ratlosigkeit und Interessenlosigkeit ernten.

Durch die Demenz ist das Glücksgefühl für diese tollen Dinge weg.

Dafür ist es für einen warmen Händedruck, für ein nettes Wort oder für einen Lacher da, das Glücksgefühl.

Die Psyche entscheidet, für was sie Glückshormone in die Gehirnzellen pumpt und für was nicht. Und das wichtigste: Das ändert sich über die Zeit und situationsabhängig.

Was mich heute glücklich macht, kann mir morgen schon am Allerwertesten vorbei gehen.

Schade? Nein, denn das bedeutet auch, dass das für die anderen Emotionen genauso gilt. Was mich heute ärgert oder ängstigt, kann mir morgen egal sein.

Das gibt doch Hoffnung, oder nicht?

Dr. Christian Aheimer

2019-05-18T09:56:03+00:00
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