Bequemlichkeit und Achtsamkeit

Bequemlichkeit, der Todfeind der Achtsamkeit

Achtsamkeit hat etwas mit Fühlen, Nachdenken, Verstehen und Handeln zu tun. Achtsamkeit ist also der Todfeind der Bequemlichkeit, wie auch die Bequemlichkeit der Todfeind der Achtsamkeit ist

Im Alltag siegt aber fast immer wer? Richtig, die Bequemlichkeit.

Bequemlichkeit gilt als unvernünftig, macht faul, dick und dumm.

Wieso in Gottes Namen gibt es dann die Bequemlichkeit, wenn sie so schädlich und schlecht zu sein scheint?

Die Psyche, bestehend aus Emotionen/Gefühlen und den Trieben hat tatsächlich den „Ruhetrieb“ im Repertoire. Grundlage dieses „Ruhetriebes“ ist die Tatsache, dass in der Natur ein Gesetz gilt, welches stärker und mächtiger ist, als das, was wir Vernunft nennen. Es ist das Gesetz: Wenn Energie gespart werden kann, soll sie auch unter allen Umständen gespart werden. Bloß keine Energie verschwenden.

Das erklärt, warum Menschen das Auto nehmen, wo sie auch laufen oder Fahrradfahren könnten, warum sie Fernbedienungen erfunden haben und Alexa das Licht anmacht.

Das erklärt auch, warum wir andere für uns denken und entscheiden lassen. Die Industrie sagt uns, was gesunde Ernährung ist. Sie schreibt es auf die Packungen ihrer Produkte. Und weil wir aus Bequemlichkeit ungern mit Zahlen (zum Beispiel Kalorienangaben) umgehen, sind von der Politik Ampelfarben vorgeschlagen worden. Da braucht man schon gar nicht mehr nachdenken.

Das Energie-Spar-Prinzip ist das, was wir Bequemlichkeit nennen.

Bequemlichkeit ist zwar ein Naturprinzip, aber für viele unserer Ziele schädlich.

Die Psyche macht es und doppelt schwer. Denn sie redet uns die Bequemlichkeit auch noch schön.

Schöngeredete Bequemlichkeit ist doppelt gefährlich. Achtsamkeit gegenüber der Bequemlichkeit also doppelt wichtig.

Dr. Christian Aheimer

2019-08-25T08:53:31+00:0025. August 2019|Achtsamkeit, Allgemein, Ernährung|
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